Antibiotika-Verbot für Tiere

Ich bin entsetzt und mein kleines Katzenherz hat kurz gestolpert. Der Grund ist: Die neue und bald in Kraft tretende EU-Tierarzneimittelverordnung 2019/6. Ich möchte gar nicht daran denken, das ich und meine Artgenossen in Gefahr geraten können. Wenn wir ein bestimmtest Antibiotika brauchen, kann es der Doktor uns vielleicht nicht mehr verschreiben.

Der Hintergedanke zu dieser Verordnung mag gut sein, aber es betrifft eben auch uns Haustiere. Was können wir also tun, um genau diese EU-Tierarzneimittelverordnung zu verhindern?

Schon im Januar 2022 soll die neue Tierarzneimittelverordung in Kraft treten und unserem Personal bleibt zur Gegenstimme nur bis zum 8. September Zeit. Im Wesentlichen wird geregelt, welche Antibiotika ausschließlich für den Menschen vorbehalten und somit in der Tiermedizin streng verboten sind. Dazu ein Zitat von Tierarzt Ralph Rückert. Falls ihr ihn noch nicht kennt hier ist sein Facebook Account.

„Um es mal möglichst einfach auszudrücken: Bei Hunden, Katzen und Pferden könnten wir Tiermediziner zahlreiche komplizierte, gefährliche und schwerstes Leiden auslösende bakterielle Infektionen einfach nicht mehr erfolgreich bekämpfen.“

Katze in Handtuch gewickelt schaut mit großen Augen - SerWorGat

Hintergrund des Aufrufes

Mit einem Aufruf an seine Mitgliedspraxen startet der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) eine Kampagne, um bei Tierhaltern aller Tierarten bis zum 8. September Unterschriften gegen das vom EU-Parlament geplante weitreichende Antibiotikaverbot zu sammeln. Im Vorfeld der finalen Abstimmung in Brüssel Mitte September sollen die gesammelten Unterschriften an die deutschen Abgeordneten im EU-Parlament übergeben werden. Damit will der Verband ein starkes politisches Zeichen setzen und deutlich machen, dass er das geplante Anwendungsverbot bestimmter Antibiotika bei Tieren für tierschutzwidrig hält. Viele Krankheiten könnten dann nicht mehr oder nicht mehr adäquat behandelt werden. 

„Tierhalter müssen erfahren, was in Brüssel weitgehend im Verborgenen vor sich geht und welche Konsequenzen die zu befürchtende Entscheidung für ihre Tiere haben wird. Fakt ist, dass das Europäische Parlament wissenschaftliche Fakten ignoriert und nicht nur, wie vorgegaukelt wird, Nutztiere von einem Anwendungsverbot betroffen wären, sondern alle Tierarten“, erläutert bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder die Kampagne. „Zum Wohl aller Tiere müssen wir uns deshalb dafür einsetzen, dass alle für die Tiermedizin zugelassenen Antibiotika auch in Zukunft weiter zur Behandlung zur Verfügung stehen. Anderenfalls würde es schlimmstenfalls den Tod vieler Tiere bedeuten.“

Wie können eure Dosenöffner helfen

Parallel zur Unterschriftenkampagne wurde auch eine Online-Petition gestartet, die inhaltlich auf die bpt-Kampagne Bezug nimmt, aber nicht vom Verband initiiert ist. Die Online-Petition zielt primär auf Social Media-Nutzer und soll unsere Dosenöffner mitnehmen, die im Aktionszeitraum nicht in die Tierarztpraxen kommen und sich deshalb nicht direkt an der Unterschriftenkampagne beteiligen können.

Die Petition erreicht euer Personal unter EU will weitreichendes Antibiotikaverbot für Tiere – Gefahr für unsere Tiere.

Bitte sagt euren Dosenöffner sie sollen ihre Stimme abgeben, damit wir alle weiterhin gesund bleiben!

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